Soziales Lernen in den Klassen 5 und 6

Das Erasmus-Gymnasium fasst das Leitbild der Schule mit folgenden Begriffen zusammen:

gebildet – weltoffen – mitmenschlich

Deshalb wird dem positiven Sozialverhalten in und außerhalb der Schule eine besonders große Bedeutung beigemessen.

Der Schulgemeinschaft ist es wichtig, den neuen Schülerinnen und Schülern ein leichtes und angenehmes Ankommen in unserer Schule zu ermöglichen. Das Fach „Soziales Lernen“, das Bestandteil des Sozialcurriculums ist, wird in der 5. und der 6. Klasse unterrichtet. Hier wird das gegenseitige Kennenlernen gefördert und das Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein der Schülerinnen und Schüler gestärkt. Weitere Inhalte sind z.B. "Umgang mit anderen", "Seinen Platz in der Gruppe finden", "Mit anderen zusammen arbeiten", "Zuhören lernen", "Lernen lernen" u.v.m. Zudem werden auch präventive Maßnahmen (z.B. gegen Gewalt, Mobbing u.ä.) durchgeführt. Hierzu werden häufig Referenten eingeladen.

 


 

Sozialpraktikum

Das Sozialpraktikum am Erasmus-Gymnasium Denzlingen ist fester Bestandteil des Schulcurriculums. Es handelt sich dabei um ein Praxis- und Unterrichtsprojekt sozialen Lernens für alle Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgansstufe. 


Ziele:

Inhalt:

Bedingungen für die Zertifizierung:

 

Ablauf im Schuljahr:

Kontaktpersonen bei Fragen, Anregungen etc.:
B. Bächlin, E. Gertis, S. Schleicher

Materialien (zum Download):

 


 

Suchtprävention

Suchtprävention am Erasmus-Gymnasium Denzlingen ist fester Bestandteil des Schulcurriculums, richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler und will Wege und Mittel an die Hand geben, um Sucht im Vorfeld zu verhindern. Daher setzt sie zu einem Zeitpunkt an, zu dem Kinder bzw. Jugendliche in der Regel noch keinen direkten Bezug zu Suchtmitteln aufgebaut haben, ihr Wissen darum jedoch bereits so weit fortgeschritten ist, dass sie sich mit Interesse darauf einlassen können.
Dabei darf Sucht nicht vorschnell und ausschließlich mit illegalen Drogen in Verbindung gebracht werden, wie es gelegentlich erfolgt. Der Begriff „Sucht“ ist viel weiter gedacht und schließt Abhängigkeit von legalen, illegalen, stoffgebunden und stoffungebundenen Mitteln mit ein.

Ziele:

1. Entwicklung identitätsstiftender Fähigkeiten (Selbstkompetenz):
* das eigene und fremde Ich als wertvoll wahrnehmen,
* persönliche Gefühle wahrnehmen und ausdrücken können,
* „Nein“-sagen lernen,
* Verantwortung für sich und andere übernehmen,
* eigene Formen von „süchtigem Verhalten“ wahrnehmen und reflektieren,
* Ausdrucksfähigkeit optimieren,
* Frustbewältigungsstrategien einüben.

2. Förderung sozialintegrativer Fähigkeiten (Sozialkompetenz):
* eigene Meinungen und Interessen auch gegenüber Mehrheiten vertreten und gegebenenfalls durchsetzen,
* Probleme und Konflikte sach- bzw. situationsangemessen und sozialverantwortlich lösen,
* Gruppendruck widerstehen.

3. Erleben und Erfahren sinnerfüllter und erlebnisreicher Aktivitäten (Sachkompetenz):
* Kenntnisse über Suchtmittel und Konsequenzen ihres Gebrauchs erwerben,
* Informationen über Hintergründe, Zusammenhänge und Funktion von suchtgefährdetem Verhalten erlangen,
* produktive und kreative Ideen zur Lebens-/Arbeits-/Freizeitgestaltung entwickeln.

 


 

Zivilcourage


Projekt der 10. Klassen : "Zivilcourage kann man lernen!"

Geprägt vom Leitgedanken, dass man Zivilcourage lernen kann, beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler der 10.Klassen in einem Projekt mit der Frage, wie man Menschen, die in Not geraten sind, helfen kann, ohne sich dabei selbst zu gefährden.

Dabei stehen folgende Leitfragen im Zentrum:

Die Beantwortung dieser Fragen wird von erfahrenen und ausgebildeten externen Trainern vermittelt und vor allem in praktischen Übungen mit den Schülerinnen und Schülern erarbeitet. Dabei geht es auch um eine grundsätzliche Definition , was Zivilcourage ist, und welche Bedingungen für Hilfeleistungen nötig sind. Zudem werden Regeln für zivilcouragiertes Handeln erarbeitet und das Modell der "gewaltfreien Kommunikation" thematisiert.

Weitere Informationen: Stefan Jenzer, Luci Götz, Mareike Metz

Hier finden Sie einen Bericht der Badischen Zeitung über das Projekt Zivilcourage.

 


 

Abenteuerpädagogik am Erasmus-Gymnasium Denzlingen


Die Schlüsselelemente von PA (Project Adventure)

Erlebnispädagogik ist eine pädagogische Grundhaltung, aus der heraus versucht wird, mittels spezieller Anreize Lernsituationen mit Ernstcharakter zu schaffen, um Erlebnisse zu ermöglichen, die, unterstützt durch unterschiedliche Reflexionsmethoden, zur Erfahrung werden sollen.
Auf der Grundlage des erlebnispädagogischen Ansatzes des deutschen Pädagogen Kurt Hahn wurden in den USA seit Mitte der 70er Jahre Lehrpläne für die schulische Anwendung und Umsetzung entwickelt: Project Adventure. PA liegt ein theoretisch fundiertes, schlüssiges und vielfach praxiserprobtes Konzept zugrunde, das nachweislich erfolgreich ist.
Hauptziele sind die Stärkung des Selbstwertgefühls bei Jungen und Mädchen, die Förderung der sozialen Kompetenz, der Vertrauensfähigkeit, des Verantwortungsbewusstseins, der Selbstwahrnehmung und der Sensibilität für das eigene Verhalten und das Verhalten anderer.
Eine zentrale Grundannahme von PA ist, dass eine Serie von gut vorbereiteten, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer herausfordernden, aber von ihnen erfolgreich bewältigbaren Erlebnis- und Abenteuer-Aktivitäten hilft, die genannten Ziele zu erreichen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen dabei ihre „Komfortzone“ verlassen und im „Lernbereich“ neue Erfahrungen machen, wobei darauf zu achten ist, die „Panikzone“ zu vermeiden.

Voraussetzungen:

Das Erasmus-Gymnasium Denzlingen arbeitet im Rahmen seines Schulcurriculums seit vielen Jahren mit dem erlebnispädagogischen Ansatz zur Stärkung der Sozialkompetenz seiner Schülerinnen und Schüler. Dazu führen wir in den achten Klassen nach dem Modell „Project Adventure“ mehrmonatige Abenteueraktionen durch, in denen es um Vertrauensbildung, Kooperationsfähigkeit und Selbstwahrnehmung geht. Wir gehen dazu, soweit das Wetter es zulässt, in die Natur und stellen dort Aufgaben, bei denen es nicht um richtig oder falsch geht, sondern darum, in der Gruppe gemeinsam Lösungswege zu entwickeln. Bei jeder „Welle“ steht eine Hauptaktion im Mittelpunkt, so zum Beispiel das „Spinnennetz“, die „Nebel von Avallon“ oder der „Trapezsprung“. Die Hauptaktion wird von kleineren Übungen und einer Vorbesprechung vorbereitet, anschließend werden die Erfahrungen gemeinsam ausgewertet.

 

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